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Die Location
Der grüne Baum
Fürth
Schon um 1600 wurde Fürth,
damals ein kleiner Hofmarkt von 3000 Seelen,
wegen seiner Bierbraukunst hoch gelobt.
Neben anderen Wirtschaften wird auch schon damals
der Grüne Baum erwähnt.
 
Da in den Nürnberg benachbarten Ortschaften
eine niedrigere Getränkesteuer erhoben wurde,
das Bier dort also billiger zu bekommen war,
erfreuten sich diese Orte des besonderen Zuspruchs
von Nürnberger Zechern.
 
In Fürth riss damals,
wie ein Ratserlass von 1632 erkennen lässt,
der "wilde Ausschank" ein.
Wilde Gesellen, besonders Kriegsleut,
drangen "mit Gewalt" in die Häuser ein,
"wo sie mit eigenthetigem Schänken
(von) Wein und Bier, wie auch mit treibung
großer Unzucht, Haltung der Spielleuth
und in ander Wegen viel ergerliche Leichtfertigkeit"
treiben.
 
Zu besonderer Bedeutung kam der "Grüne Baum"
durch die überlieferte Einquartierung von Gustav Adolf
im Jahr 1632 während der Schlacht "an der alten Veste".
 
Am 8. Juni berichten die Ratserlässe:
"Weilen, wie mündlich referirt worden,
anheut allerhand Küchenspeiß zu einer Mittag Mahlzeit
für die Königliche Majestät in Schweden zugerichtet
und fertigt gemacht worden, ist befohlen,
weilen Höchstgedachte Kön. Maj. nicht anhero kommen,
solche Speisen, vornemblichen aber das gepratene Fleisch
und gefliegel sampt den Pasteten Ihrer Majest.
durch dero anwesenden Kuchenmeister...
nacher Fürth zu schaffen, damit sie solches
nach Ihrer Gelegenheit daselbsten verzehren mögen."
 
In so würdigen und geschichtsträchtigen Mauern
heißen wir Euch willkommen.
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